Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der schützende Knorpel in den Gelenken allmählich abgebaut wird. Dies führt zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit.
Tritt ohne erkennbare Ursache auf und wird häufig mit dem natürlichen Alterungsprozess in Verbindung gebracht.
Entsteht als Folge einer bekannten Ursache, z. B.:
Verletzungen
Gelenkfehlstellungen
Entzündungen
Stoffwechselerkrankungen
Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter.
Genetische Veranlagung: Familiäre Vorbelastung kann das Risiko erhöhen.
Übergewicht: Mehr Gewicht bedeutet mehr Belastung für die Gelenke.
Verletzungen: Bänderrisse, Knochenbrüche usw. erhöhen das Arthroserisiko.
Überlastung: Wiederholte oder falsche Belastung, z. B. durch Sport oder Beruf.
Gelenkfehlstellungen: Führen zu ungleichmäßiger Belastung.
Entzündliche Erkrankungen: Z. B. Rheuma begünstigt Arthrose.
Es gibt zahlreiche schulmedizinische und alternative Wege, Arthrose zu behandeln. Je nach Ursache und Schweregrad kann man:
die Erkrankung stoppen,
die Verschlechterung verlangsamen,
Symptome lindern,
oder als letzte Option ein Gelenk durch eine Prothese ersetzen.
In diesem Buch lernen Sie vor allem Möglichkeiten zur Selbsthilfe kennen.
Eine ausgewogene Ernährung kann entscheidend helfen, indem sie:
Entzündungen im Körper reduziert,
den Aufbau bzw. Erhalt von Knorpel, Knochen und Muskeln unterstützt,
das Körpergewicht reduziert.
Mittelmeerdiät
Reich an:
Obst und Gemüse
Vollkornprodukten
Hülsenfrüchten
Nüssen
Fisch und Geflügel
Olivenöl als Hauptfettquelle
Wenig:
rotes Fleisch
stark verarbeitete Produkte
Optional:
ein Glas Wein zum Essen
Basische Ernährung
Bevorzugt:
Obst, Gemüse
Kartoffeln
Nüsse, Samen
Kräuter
Reduziert:
Fleisch, Fisch, Eier
Milchprodukte
Zucker
verarbeitete Lebensmittel
Schon wenige Anpassungen helfen:
Leinöl zum Braten, Fisch häufiger essen → reich an Omega‑3, wirkt entzündungshemmend.
Tomaten, Karotten, Beeren → reich an Antioxidantien.
Quark oder Tofu → gut für den Kalziumhaushalt.
Genug Eiweiß → wichtig für Knorpel, Sehnen, Bindegewebe und Muskelerhalt.
Bestandteil des Knorpels
günstige Produkte reichen vollkommen aus
langsam einschleichen, da nicht jeder sie gut verträgt
stark entzündungshemmend
wirkt besser mit schwarzem Pfeffer
viele Menschen haben besonders im Winter einen Mangel
Supplementation meist sinnvoll
Hauptbestandteil des Knorpels
täglich ca. 5 g Pulver empfehlen sich
keine gute pflanzliche Alternative vorhanden
unterstützt die Kollagenbildung
meist ausreichend über die Nahrung vorhanden
Bestandteil von Kollagen
3 g abends ins Getränk mischen
unterstützt Regeneration und fördert Schlaf
Regelmäßige Bewegung ist einer der wichtigsten Bausteine der Arthrosebehandlung.
Schwimmen
Radfahren
Angepasstes Krafttraining
Ballsportarten wie Tennis oder Fußball sind hingegen oft sehr belastend für die Gelenke.
Zur Bewegung zählt auch:
Spazierengehen
Treppen steigen
Hausarbeit
gemütliche Radrunden
regelmäßiges, moderates Bewegen des Gelenks
Wichtig: Gelenke werden nicht durchblutet – sie brauchen Bewegung, um Nährstoffe über die Gelenkflüssigkeit zu erhalten.
Warmes Wasser im Nichtschwimmerbecken entspannt und fördert die Durchblutung.
Wenn Wärme nicht hilft: kaltes Wasser, da es entzündungshemmend wirkt.
So geht’s:
Auf eine stabile Kiste, Stufe oder einen Tritt mit dem gesunden Bein stellen.
Das betroffene Bein frei nach vorne und hinten schwingen lassen.
Ca. 100 Wiederholungen.
Optional:
Gewichtsmanschette am Knöchel zur Intensivierung.
Wirkung:
Das Gelenk wird leicht auseinandergezogen → Gelenkflüssigkeit verteilt sich besser → Knorpel wird besser versorgt.
Der Iliopsoas erhöht bei Verspannung den Druck im Hüftgelenk.
Ausführung:
Kniestand wie bei einem Heiratsantrag
Schmerzendes Bein hinten
Becken nach hinten kippen (Schambein Richtung Bauchnabel)
Becken nur wenige Zentimeter nach vorn schieben
Dehnung tief in der Leiste spüren
Mindestens 90 Sekunden halten
Ziel: Synovia (Gelenkschmiere) verteilen, ohne den Knorpel zu belasten.
Ausführung:
Auf die gesunde Seite legen
Oberes Bein leicht anheben oder auf ein Kissen legen
Mit dem Knie eine liegende Acht in die Luft zeichnen
Sehr langsam und weich bewegen
Bei stechenden Schmerzen sofort stoppen
Durch Druck auf bestimmte Punkte lassen sich Schmerzen deutlich lindern.
Lage:
In der Mitte zwischen:
Spina iliaca anterior superior (vorderer oberer Darmbeinstachel) und
Trochanter major (Rollhügel)
So finden Sie ihn:
Den Beckenkamm nach vorn und unten tasten, bis die Spina iliaca anterior superior fühlbar ist.
Den Trochanter major ertasten – besonders gut in Seitenlage mit leicht angewinkelten Beinen.
Eine gedachte Linie zwischen beiden Punkten ziehen.
GB29 liegt genau in der Mitte.